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 Bis zum Schluss für die Gäste da sein

Bis zum Schluss für die Gäste da sein

Das Blindenzentrum schliesst seine Pforten

Am 30. September werden die Mitarbeitenden des Internationalen Blindenzentrums IBZ in Landschlacht ihre letzten Gäste verabschieden. 54 Jahre lang war das Gästehaus in katholischer Trägerschaft (siehe Kasten) ein Ort der Begegnung und der Erholung. Für den stellvertretenden Direktor Roland Gruber geht damit ein Schutzraum für Menschen mit Beeinträchtigung verloren.

Es geht ein Strahlen über sein Gesicht, wenn er ins Erzählen kommt: «Einmal hat eine sehbehinderte Frau bei mir eingecheckt, die sich auf Drängen ihres Sohns zu einem Handarbeitskurs angemeldet hatte. Sie sagte zu mir: ‚Ich kann gar nichts mehr‘. Am Ende des Kurses zeigte sie mir stolz die Dinge, die sie geschaffen hat.» Roland Gruber weiss von manch einem Gespräch in der Kapelle oder bei einem Glas Bier, bei dem ganz offen Erfahrungen ausgetauscht wurden und das wieder neue Hoffnung weckte.

Das Haus mit dem herrlichen Blick auf den Bodensee ist ihm seit seiner Kindheit vertraut. Mit seiner Mutter zusammen – beide sind stark sehbehindert – war er hier regelmässig zu Gast. Vor 18 Jahren begann er dann seinen Dienst in der Hausleitung, die davor fast drei Jahrzehnte lang in den Händen von Ordensschwestern aus Paderborn gelegen hatte.

Offen für alle

Das IBZ wurde ursprünglich als katholische Begegnungsstätte für Blinde, Sehbehinderte und Taubblinde gegründet. Im Laufe der Zeit hat es sich mehr und mehr anderen Zielgruppen gegenüber geöffnet. «Es kamen vermehrt Menschen mit anderen Behinderungen, auch geistigen Beeinträchtigungen zu uns», sagt Roland Gruber. Aber auch Menschen ohne Beeinträchtigung – Einzelpersonen und Gruppen – geniessen das Ambiente des Hauses; Firmen, Banken und Behörden halten hier ihre Seminare ab. Für Gruber ist klar: «Bei uns sind alle Menschen guten Willens willkommen.» Trotz dieser Öffnung hat das Haus in den zurückliegenden Jahren mit dem kontinuierlichen Rückgang der Belegungszahlen zu kämpfen. Zu Spitzenzeiten konnte man fast 20‘000 Übernachtungen pro Jahr verbuchen, heute sind es nur noch etwa 12‘500. Die Aufenthalte werden immer kürzer, die Wintermonate sind nur noch dünn belegt. Roland Gruber macht das zunehmende Alter früherer Gäste dafür verantwortlich: «Sie nehmen den langen Weg an den Bodensee nicht mehr auf sich.» Hinzu kam die Frankenstärke, die den Aufenthalt für deutsche Gäste verteuerte.

 

Einsparungen reichten nicht

Den wirtschaftlichen Druck, der durch den Belegungsrückgang entstand, versuchten Stiftungsrat und die Belegschaft mit dem Abbau von Dienstleitungen, die man in besseren Zeiten einmal eingeführt hatte, zu kompensieren. «Noch vor zwei Jahren haben wir die Nachtbereitschaft eingestellt. Wir dachten, wir hätten unsere Hausaufgaben gemacht», sagt Roland Gruber. Umso mehr schockierte die Mitarbeitenden letztes Jahr die Nachricht, dass das Zentrum geschlossen wird. Begründet wurde das Aus damit, dass jüngere Sehbehinderte weniger ein Haus dieser Art suchen würden und «inkludierter», d. h. mehr in gesellschaftliche Angebote einbezogen seien. Ausserdem würde eine grundlegende Sanierung der Hauptgebäude anstehen, die die finanziellen Möglichkeiten der Träger übersteige. Roland Gruber bringt der Argumentation des Stiftungsrates ein gewisses Verständnis entgegen: «Die beiden Organisationen haben selbst zu kämpfen.» Das katholische Blindenwesen müsse ähnlich wie die katholische Kirche insgesamt mit einem zunehmenden Mitgliederschwundzurechtkommen. In Saanen (BE) beispielsweise habe dieses Jahr auch ein Hotel für blinde und sehbehinderte Menschen geschlossen. «Und dennoch», so Gruber, «wir von der Direktion haben stets daran geglaubt, dass es gerade vor dem Hintergrund der umgesetzten Sparmassnahmen für das IBZ eine Zukunft geben könnte.»

 

Mit Wohlwollen

Am meisten bedauert der akademische Tourismusmanager die Konsequenzen für die Gäste: «Das IBZ hat Menschen mit Beeinträchtigung einen wertvollen Schutzraum geboten. Der fällt nun weg.» In der Öffentlichkeit sei der Druck – vor allem für Menschen mit starker Behinderung – sehr hoch. Wenn ihnen im Zentrum ein Missgeschick passiere, würde man ihnen Verständnis entgegenbringen. Die Menschen könnten hier so sein, wie sie sind, das entlaste sie. «Ein Mann sagte mir, dass er vor allem wegen des Schwimmbads und der Kapelle nach Landschlacht komme», erzählt Roland Gruber. Auf den ersten Blick erstaunlich, auf den zweiten durchaus verständlich: Daheim braucht er für beide Einrichtungen jemand, der ihn begleitet. Im IBZ hingegen kann er sie selbstständig aufsuchen.

 

Kleine Hoffnung

Nach dem 30. September werden die letzten Rechnungen geschrieben. Bis März 2019 erfolgen im Hauptgebäude noch Anpassungen, damit die Spital Thurgau AG mit zwei Stationen der Psychiatrischen Klinik dort einziehen kann. Die Räumlichkeiten sind für vier Jahre vermietet. Was danach mit dem IBZ passiert, ist noch nicht klar. «Für uns ein kleiner Rest Hoffnung. Vielleicht können die Sehbehinderten bis dahin noch etwas auf die Füsse stellen», sagt Roland Gruber.

 

 

Manche der Mitarbeitenden haben schon eine neue Anstellung gefunden, andere sind noch auf der Suche. Bis jedoch der letzte Gast das Haus verlässt, möchte das 16-köpfige Team noch alles geben. Das ist auch nötig, denn das Haus ist bis zum letzten Tag noch sehr gut belegt. «Wir wollen nicht den Kopf hängen lassen, wollen die Situation positiv angehen», so Gruber. Er ist stolz darauf, dass ihnen dies bisher gut gelingt und freut sich über Komplimente wie: «Es ist immer noch schön bei euch.»

 

Detlef Kissner

 

Geschichte und Zahlen

 Das IBZ wurde 1964 von der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden CAB und vom Deutschen Katholischen Blindenwerk DKBW ins Leben gerufen. Anfangs bestand es nur aus der «Villa». Von 1970 bis 1985 erfolgte in drei Etappen der Anbau des Haupthauses mit der Kapelle. Es standen 80 Betten in 55 Doppel- und Einzelzimmer zur Verfügung. Anfang der 90er-Jahre wurde das Gebäude der Blindenbibliothek auf dem IBZ-Gelände errichtet. Diese wird zusammen mit der Hörbücherei in Collombey (VS) zum 31. Dezember von der CAB an die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte übergeben. In der Folge wird der Standort Landschlacht geschlossen.

Nein zur Überwachung von Versicherten

Nein zur Überwachung von Versicherten

Generalvikar Josef Annen warnt mit Caritas Zürich vor dem neuem Gesetz zur Überwachung von Versicherten.

 

Generalvikar Dr. Josef Annen ist Präsident des Vereins Caritas Zürich. Er lehnt in einer Stellungnahme die Überwachung von Versicherten ab. Sein Statement, das die Position der Caritas Zürich unterstützt, finden Sie hier

10-jähriger Einsatz für die Behindertenseelsorge

10-jähriger Einsatz für die Behindertenseelsorge

Regula Eiberle ging Ende Mai 2018 in Pension. Stefan Arnold führte mit ihr ein Interview. Gemeinsam schauen sie auf die vergangenen 10 Jahre.

Regula, Ende Mai gehst Du in Pension. Wenn Du an Deine Pension denkst, wie geht es Dir dann?


Es ist ein sanfter Abgang, weil ich nicht aus der Welt bin. Ich bin gerne weiter aktiv als Freiwillige. Ich besuche weiterhin die Veranstaltungen der Behindertenseelsorge. Ich freue mich weiterhin auf die schönen Kontakte. Ich konnte in den vergangenen Jahren viele Menschen mit Behinderung und viele von den Pfarreien kennenlernen.

An was denkst Du gerne zurück? Was freute Dich?


Vor zehn Jahren, als ich angestellt wurde, war meine Vision eine gemischte Gruppe. Nicht nur Separation, sondern Veranstaltungen, bei denen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen dabei sein können. Es brauchte ein Umdenken im Team. Die Mitarbeitenden brauchten Zeit. Ein wenig Widerstand war zu spüren. Zum Glück hat sich vieles zum Positiven entwickelt, was mich sehr freut. Den Weg, den wir jetzt gehen, ist ein guter Weg, hin zur Inklusion.

Ganz besonders freute mich, dass ich mit den Gehörlosen zusammen den Gebärdenchor „Tanzende Hände“ gründen konnte. Mit den gehörlosen Frauen und Männern durfte ich in vielen Kirchen Lieder in Gebärden aufführen. Unsere Darbietungen haben uns immer wieder verbunden, erfüllt und begeistert.

 

Einen leichten Zugang hatte ich zu Pfarreien und Angestellten in Pfarreien, die schon Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung hatten. Wir waren gemeinsam mehrere Jahre partnerschaftlich auf dem Weg. Eine wunderbare und lehrreiche Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt, sie werden weiterhin der Kath. Behindertenseelsorge treu bleiben.

Mich hat es immer wieder sehr berührt, wie Pfarreien keine Mühe scheuten und Mitenand-Gottesdienste so gestaltet und angepasst haben, dass alle Bedürfnisse von verschiedenen Behindertenarten berücksichtigt wurden. Sie waren offen für meine Anliegen und die Anliegen von Menschen mit Behinderung.

Du hast gesagt: «Vieles hat sich zum Positiven entwickelt.» Kannst Du ein, zwei Beispiele nennen?


Die verschiedenen Veranstaltungen waren am Anfang nur für die einzelnen Gruppenmitglieder. Im Jahresprogramm vor ein paar Jahren, wies Stefan Arnold darauf hin, dass alle an allen Veranstaltungen teilnehmen können. Die Menschen mit Behinderung haben dann selbstbestimmt entschieden, wo sie teilnehmen möchten. Das war für sie eine gute Erfahrung.

Ich selber habe diesen Schritt gemacht. Ich wollte ein gutes Vorbild sein. Darum war ich bei Veranstaltungen der blinden Menschen und der Menschen mit einer intellektuellen Behinderung dabei. Ich nahm an einem Wochenende in Einsiedeln teil. Ich war in der Ferien-und Besinnungswoche. Alle waren dabei. Gehörlose, Blinde, Menschen mit einer intellektuellen oder körperlichen Behinderung, Mehrfachbehinderte und Aphasiker. Nicht zu vergessen sind die Assistenzen. Es war eine Freude, zu sehen, wie sie liebevoll und mit Respekt miteinander umgingen. Immer wieder durfte ich mit diesen Menschen eine wundervolle Gemeinschaft erleben, die ich nicht mehr missen möchte.

Es sind schöne Freundschaften entstanden. Auch nach der Pensionierung möchte ich fleissig weiter dabei sein. Ich liebe die Abwechslung, die Verbundenheit, die Zugehörigkeit und gute Kontakte mit allen.

Welche Menschen waren in den vergangenen Arbeitsjahren wichtig für Dich?


Mein tolles Team, welches mir viel Neues beigebracht hat. Ich konnte mich auf das Team verlassen und durfte viel Unterstützung erfahren. Ich bekam auch viel Freiheit, selber zu gestalten, meine Ideen einzubringen und umzusetzen. In den 10 Jahren habe ich unglaublich viel gelernt und erleben dürfen. Zum Beispiel das Erntedankfest, die Team-Tage, die spirituellen Tage, die «Mitenand-Gottesdienste» und Swiss Handicap, die mein Team oder wir gemeinsam gestaltet haben. Die Arbeit war reich an Abwechslung. Es kam nie Langeweile auf. Ich nehme einen grossen Erlebnis- und Erfahrungsschatz mit. Dafür bin ich sehr dankbar. Ganz besonders schätze ich, dass Stefan die Gebärdensprache gelernt hat. So kann er sie auch bei anderen Gehörlosen einsetzen.

 

Was waren Deine Anliegen im Kontakt mit den Pfarreien?


Ich wollte, dass Pfarreien Menschen mit einer Behinderung Heimat bieten und einen hindernisfreien Zugang ermöglichen. Ich wünschte mir, dass die Barrieren - zwischenmenschlich und baulich - wegfallen.

Die Sensibilisierung mit Kindern und Jugendlichen war auch ein Teil meiner Arbeit. Für mich war es wichtig, dass schon die Kinder den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung kennenlernen. Viele Kinder und Jugendliche waren motiviert, hatten Fragen gestellt und konnten ihre Berührungsängste abbauen. Andere Kinder fanden schnell Zugang und gingen damit ganz natürlich um.

Was war schwierig?


Die Tür war manchmal verschlossen. Durch schlaue Umwege fand ich Zugang oder musste mehrmals anklopfen. Hartnäckig bleiben war meine Stärke, die auch belohnt wurde. Manchmal wünschte ich mir mehr Eigeninitiative seitens der Pfarreien. Oft nannten sie die fehlende Zeit als Grund. Sie hatten ihr klassisches Jahresprogramm. Für unsere Themen blieb wenig Platz.

Bei Pfarreien mit Mitenand-Gottesdienst musste ich am Anfang erklären, was Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen brauchen, z.B. Dolmetscherin, Grossschrift, Braille, leichte Sprache, einen bestimmten Platz in der Kirche oder gute Lichtverhältnisse.

Mit Aufklärungsarbeiten konnte ich Hemmungen und Berührungsängste gegenüber mir und Menschen mit Behinderung abbauen. So entstand eine wertvolle schöne Zusammenarbeit.

Für mich hast Du immer wieder Brücken gebaut zwischen gehörlosen und hörenden Menschen. Was möchtest Du den gehörlosen Frauen und Männern sagen, wenn Du auf die Hörenden schaust?


Es ist wichtig, dass beide aufeinander zugehen. Ich möchte sie ermutigen. Ausprobieren, miteinander zu kommunizieren, kann spannend sein. Wir haben heute Dolmetscher und Dolmetscherinnen. Alles ist möglich. Voneinander lernen kann den Horizont erweitern.

Was können Hörende von Gehörlosen Lernen?


Dass Gebärdensprache für Gehörlosen wichtig ist. Zu 100% ablesen, ist schwierig. Es gibt oft Missverständnisse. Damit die Kommunikation klappt, wäre es schön, wenn die Hörenden die Gebärdensprache lernen.

Die Hörenden werden viele neue Erfahrungen machen und das Erlernen der Gebärdensprache wird für sie ein besonderes Erlebnis. Dort wo Gebärdensprach-Gemeinschaft gepflegt wird, kommen die Gehörlosen gerne. Sie sind treue Seelen.

Was möchtest Du den hörenden Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern sagen, wenn Du auf die Gehörlosen schaust?


Das gleiche. Sie sollen Mut haben, aufeinander zuzugehen. Versuchen kostet nichts. Erzwingen kann man gleichzeitig auch nichts.

Am 1. Mai beginnt Cornelia Bürgler zu arbeiten. Sie ist deine Nachfolgerin. Was möchtest Du ihr mit auf den Weg geben?


Dass sie auf dem aufbauen kann, was wir aufgebaut haben. Dass sie immer mehr Pfarreien erreicht, die mit der Kath. Behindertenseelsorge auf den Weg gehen.

Ich wünsche ihr viel Freude und Erfolg bei der Arbeit, in der Zusammenarbeit mit dem Team, mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, bei der Sensibilisierung und mit den Pfarreien. Ich bin überzeugt, sie wird wie ich viele wertvolle und schöne Erfahrungen machen.

Was wünschst Du den gehörlosen Menschen für die Zukunft?


Ich wünsche Ihnen ein langes Leben, damit sie noch viele schöne Aktivitäten besuchen können. Dass sie ihre Wünsche einbringen, unter einander austauschen und ein gutes Programm gestalten.

Was wünschst Du der Behindertenseelsorge für die Zukunft?


Wir haben sehr viel erreicht in den vergangen zehn Jahren durch gute und fachkompetente Zusammenarbeit. Den guten Blick auf Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen habe ich erlebt. Ich wünsche dem Team der Behindertenseelsorge viel Kraft, Gottes Führung und dass sie ihre Arbeit weiterhin als Bereicherung, als ein Geben und Nehmen erfahren darf. Ich möchte ihnen einen Strauss voll Ideen und bunter Vielfalt für die Zukunft mitgeben. 

Liebe Regula, für das Interview danke ich Dir herzlich. Mich hat immer wieder beeindruckt, mit welcher Ausdauer Du Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bann gezogen hast. Mit viel Freude hast Du sie Gebärden gelehrt. Noch mehr freutest Du Dich, wenn sie die gelernten Gebärden gebrauchten.

Für Deinen grossen Einsatz danke ich Dir von Herzen. Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Weg Gottes Segen und viele frohe Stunden. Wir freuen uns, wenn Du weiter mit uns auf dem Weg bist. So können wir die gelernten Gebärden immer wieder auffrischen.

Fotos Spurensuche

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Wallfahrt nach Einsiedeln

Wallfahrt nach Einsiedeln

Die Gruppe wächst von Jahr zu Jahr.

Um die 700 Pilger machten sich mit der Wallfahrt der Zürcher Katholiken auf verschiedensten Routen auf den Weg, um in der Klosterkirche Einsiedeln gemeinsam einen grossen Gottesdienst zu feiern.

Stefan Arnold, Leiter der Behindertenseelsorge, freute sich sehr, denn allein mit seiner Gruppe waren gegen die 30 Menschen mit verschiedensten Behinderungen unterwegs. Von einer Assistenz geführt, fanden Blinde den Stallungen entlang durch den Abteihof den Weg in die Klosterkirche und bewältigten Menschen im Rollstuhl die holprigen Pisten mit Kopfsteinpflaster. Eine Gebärdendolmetscherin hatte alle Hände voll zu tun: Sie übersetzte bei Zwischenhalten die besinnlichen Gedanken, im Gottesdienst Gebet und Predigt und zu guter Letzt die organisatorischen Hinweise für das Mittagessen.

Dies schrieb Arnold Landtwing, Informationsbeauftragter des Generalvikariats für die Kantone Zürich und Glarus.

Ja, ich habe mich sehr gefreut über die vielen Pilgerinnen und Pilger der Behindertenseelsorge. Besonders erfreute mich, dass wir als gemischte Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen unterwegs waren.

Unseren gemeinsamen Weg vom Hotel Allegro zur Klosterkirche unterbrachen wir dreimal mit einem Impuls.

Beim ersten genossen wir passend zum Thema «Weite» den wunderschönen Ausblick auf der Dachterrasse des Hotels.

Beim dritten Impuls spendeten uns die Bäume Schatten. Die Gedanken der Pilgerinnen und Pilger standen nicht im Schatten. Sie brachten sich zum Thema «Tiefe» ein. Gerne hätte ich dafür noch mehr Zeit gehabt.

Am Schluss des Gottesdienstes jubelten alle und klatschten voll Freude in die Hände. Ihre Herzen waren erfüllt vom genial und mit Leichtigkeit gespielten Schlussspiel des Organisten Theo Flury. Orgelspiel und Jubel können Sie sich am Schluss des Artikels von Arnold Landtwing anhören.

Die Wallfahrt klang bei Brot, Wurst und Gesprächen im Abteihof aus. Zufrieden fuhren wir nach Zürich. Pilgerinnen und Pilger fragten, wann die nächste Wallfahrt sei. Immer am ersten Samstag im Monat Juli. Ich freue mich, wenn die Gruppe nächstes Jahr noch grösser ist.

Stefan Arnold, Dienststellenleiter

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Weiterblidung vom 31. März 2017

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Weiterbildung der Inklusionsbeauftragen vom März 2016

Weiterbildung der Inklusionsbeauftragen vom März 2016

Die Weiterbildung im März 2016 stand unter dem Thema "Begegnung ermöglichen".

Im Pfarreisaal St. Anton in Zürich treffen sich am 11. März 2016 etwa 25 Inklusionsbeauftragte und Interessierte zur Weiterbildung. Inklusion, ein uns bekanntes Thema beschäftigt uns auch dieses Mal. Sonja Helmer-Wallimann, Ansprechpartnerin der Inklusionsbeauftragten konnte Rolf Steiger, Supervisor und Bildungs- und Praxisberater, für diesen Nachmittag organisieren.

1. Kommunikation

Herr Steiger erklärt uns zuerst das Sender- Empfänger – Modell, zwar ein technischer Begriff, aber enorm wichtig am Anfang jedes Gespräches. Es ist wichtig, dass ein Satz vom Sender richtig codiert und gesendet wird, um später beim Empfänger richtig anzukommen und decodiert, das heisst, verstanden wird. Je nach Nachricht finden wir im Satz einen Sachinhalt, einen Appell, eine Beziehungsaussage oder auch eine Selbstoffenbarung. – Einfacher gesagt, es ist massgebend, wie etwas gesagt wird. Herr Steiger erklärt uns ganz gezielt, die verschiedenen Nuancen einer guten Kommunikation.

Rolf Steiger begleitet durch den Nachmittag

Rolf Steiger begleitet durch den Nachmittag 

2. Räume und Grenzen

Wenn wir Beratungsgespräche oder ev. auch Inklusionsgespräche führen, ist es wichtig, dass wir uns Selbst gut kennen (Gefühle, Bilder, Erfahrungen, Ansichten). Wir müssen zu unserem Inneren, wie eine Türe zum eigenen Garten finden. So hat aber auch unser Gegenüber einen Garten. Sehr wichtig ist, die Grenzen des fremden Gartens zu respektieren und nicht ungefragt in fremden Gärten zu gärtnern. Achtsam können wir auf Aussenräume unseres Gegenüber treten, spüren, wie weit er uns in sein Reich lässt, und ev. mit ihm dort Erfahrungen und Gefühle austauschen. -  Herr Steiger weist auf den Vergleich einer Zwiebel hin. In diesen Topf wird ein Samen gelegt. Der Samen entwickelt sich selbständig, wir können in achtsam begiessen, pflegen, vielleicht hie und da von aussen mit Freude auch bestaunen,  aber die Zwiebel entwickelt sich selbständig, und wir haben nur bedingt Einfluss. Wir können die Zwiebel nicht zum Wachsen zwingen, ebenso wenig wie den Menschen. Und das ist gut so.

3. Führungsstile

Manager = delegiert: „Ich sage dir, was Du wofür zur Verfügung hast“

(laissez fair) organisiert, verwaltet, materielle und menschliche Ressourcen

Capitain = lenkt: „Ich sage dir, was Du wie zu machen hast“

(diktatorisch) Gibt vor, was gemacht werden soll, klare Zielvorgabe und Leistungsorientierung

Trainer = leitet an: „Ich sage dir, was Du wie einsetzen kannst“

(kooperativ) Teilnehmend, fordernd, fördernd, motiviert um Leistung und Zufriedenheit zu erreichen    

Coach = unterstützend:„Ich sage Dir, wie wertvoll du bist“

(karitativ) löst Probleme und Aufgaben durch gezielte Fragen. Menschen sind im Vordergrund.

Anschliessend werden wir zu einer Gruppenarbeit aufgefordert. Inklusion ist doch ein sehr breit angelegtes Thema. Vielen Fragen bleiben, wie z.B. wie finden wir Menschen mit Behinderung, die aktiv und gerne auch an religiösen Veranstaltungen teilnehmen, wie bauen wir Hemmungen ab bei Betroffenen, aber auch in der Gesellschaft. Können wir da auch Freiwillige einbeziehen, usw.

  Bei der Gruppenarbeit wird rege diskutiert.

 Bei der Gruppenarbeit wird rege diskutiert.

Stefan Arnold, Leiter der Behindertenseelsorge legt ein Blatt „Vorbemerkungen“ auf, mit vielen Fragen, mit Tipps, wie z.B. “Stimmt, ein Augenblinzeln ist auch eine Kommunikation“ oder  „wenn ich jemandem die Hand hinhalte, sage ich damit: Ich bin für Dich da“. Das Gegenüber ernst zu nehmen und zu akzeptieren, ist ebenfalls sehr wichtig.

 

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Stefan Arnold zeigt Hilfsmittel in der Kommunikation auf.

Bei einem leckeren Imbiss tauschen sich die Teilnehmenden untereinander aus.

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Katharina Bloom verwöhnt die Teilnehmenden in der Pause mit einer Massage.

Vielen Dank an die Behindertenseelsorge. Ich habe einen lehrreichen, lockeren Nachmittag in guter Stimmung erleben dürfen. Ich denke, dieses Thema wir uns immer wieder beschäftigen.

14. März 2016  M. Federer

Weiterbildung vom 18. September 2015

Weiterbildung vom 18. September 2015

Die Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten und Interessierten in diesem Herbst stand ganz unter dem Motto "Inklusion"

Weiterbildung – Inklusion und Inklusionsbeauftragte –

Wieso? Weshalb? Warum?

Im September 2015 trafen sich Inklusionsbeauftragte und Interessierte zur Weiterbildung, die zweimal jährlich von der Behindertenseelsorge organisiert wird.

Zum Einstieg formulierten einige TeilnehmerInnen ihre Gedanken zur Inklusion:

 “Zusammenleben von allen Menschen“ oder

„Wertschätzung jedes Menschen“ oder

„Inklusion bringt Freude und verbindet“ oder

„Inklusion braucht Zeit, um zu wachsen“...

Herr Pfarrer Staubli, aus Winterthur berichtet von der Krankenwallfahrt nach Lourdes, und wie man sich nach kurzer Zeit in einer Gemeinschaft von Kranken, Pflegenden und andern Pilgern wohl fühlt, sich gemeinsam bewegt und feiert, und nicht mehr unterscheidet, ob krank oder gesund.

André Paul Stöberer, als Hauptreferent von der Evangelischen Landeskirche in Baden spricht über kreative, freude- und lustmachende Ideen und Ansätze zur Inklusion. In Deutschland leben 18,1 Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung.

In seiner Arbeit bezieht er sich auch auf die UNO-Behindertenrechtskonvention, mit dem Ziel die Chancengleichheit für behinderte Menschen in unserer Gesellschaft zu fördern.

Für alle Menschen mit Behinderung gilt darum:

  • Sie dürfen nicht schlechter behandelt werden.
  • Sie sollen, wenn immer möglich selber über ihr Leben bestimmen.
  • Sie sollen die nötige Unterstützung und Hilfe bekommen, die sie brauchen..
  • Behinderte Menschen sind wichtig.
  • Sie sollen ernst genommen werden.
  • Sie sollen überall auftreten können.
 

Mögliche Handlungsfelder für Inklusion:

Gute Strukturen – Bewusstseinsbildung – Angebote, Beratung – Kooperation, Koordination - Qualifizierung Fortbildung – Zugänglichkeit, Barrierefreiheit.

Der Referent spricht viele Aspekte an und es wird uns bewusst, dass es noch viel zu tun gibt, egal ob in Deutschland oder in der Schweiz.

Sonja Helmer-Walllimann, als zuständige Mitarbeiterin für die Inklusions-Beauftragten, verrät uns bereits, dass die nächste Weiterbildung „Begegnung ermöglichen“ am 11. März 2016 weiter am Thema dran bleibt.

Stefan Arnold, berichtet als Stellenleiter über verschiedene Projekte und Aspekte der Inklusion in Pfarreien im Kanton Zürich:

  • Blinde und gehörlose Menschen, Rollstuhlfahrer sensibilisieren in den Pfarreien und ermöglichen Begegnung.
  • Regelmässig übers Jahr (etwa 7 Mal) werden „Mitenand-Gottesdienste“ in verschiedenen Gemeinden im Kanton Zürich gefeiert. Menschen mit und ohne Behinderung wirken im Gottesdienst mit.
  • Viele Pfarreien bemühen sich, barrierefreie Zugänge zu schaffen.
  • JaSL ist eine Gruppe von Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Die Gruppe führt regelmässig Forums-Fachmittage durch. Dort ist Inklusion ein Hauptthema, diskutiert werden auch die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

 

Informationstisch an der Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten.

Informationstisch an der Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten.

 

 

„Beauftrage für Behindertenfragen“ heissen neu „Inklusionsbeauftragte“

 Als Inklusions-Beauftragte werden wir zukünftig angeschrieben. Der Begriff Inklusion schliesst viel mehr ein, als nur Behinderung. Wir denken da  z. B. an Ausländer, an Flüchtlinge usw. Auch da ist wichtig mit Projekten und neuen Ideen zu versuchen sie bei uns einzubinden, Inklusion. Das Wort „Behinderung“ steht nicht mehr im Vordergrund.  

Ich finde diese Namensänderung echt gut.

Bei einem leckeren Apéro tauschen wir alle noch letzte Gedanken aus. Wir haben wieder einmal eine spannende Weiterbildung erlebt. Vielen Dank dem Gastgeber.

20.09.2015 M. Federer

Weiterbildung vom 13. März 2015

Weiterbildung vom 13. März 2015

Die Weiterbildung im März 2015 stand unter dem Thema Blindsein und Sehbehinderung. Der Film „Unsichtbare Bilder“ von Tula Roy führte anschaulich ins Thema ein.

Etwa 20 Personen treffen sich im Pfarreizentrum der Kath. Kirche St. Peter und Paul, darunter die Regisseurin Tula Roy.

Vor uns liegt ein Film über blinde Menschen. Die Verantwortlichen haben diesen in fünf einzelne Sequenzen aufgeteilt, so dass wir jeweils nach jeder Sequenz darüber diskutieren konnten.

1.Sequenz:  Das erste Bild zeigt uns eine Musikband, die auf den Film einstimmt. Dabei ist Jamie, ein etwa siebenjähriger Junge. Er spielt voller Eifer auf einem Tamburin. Es ist für den Zuschauer eine Freude, ihm zuzusehen. Bald verrät uns Jamies Mutter, dass das Kind sehbehindert ist und mehrere Operationen rund ums Auge hinter sich hat. Wir sehen ebenfalls, wie er liebevoll im Sonnenberg, Baar und zuhause gefördert wird und so eine gute, aber sicher auch anstrengende Kindheit erlebt. Es wird betont, dass Musik eine sehr wertvolle Art sein kann, mit sehbehinderten Kindern zu arbeiten.

2.Sequenz:  Ein Gruppe junggebliebener SeniorInnen ist im Piemont unterwegs. Es sind blinde Menschen, die wissenshungrig zusammen mit einer blinden Seelsorgerin die Gegend erkunden. Dort lernen sie den Bürgermeister von Cueno kennen. Federico Borgna ist blind. Für mich ist sehr eindrücklich, wie er mit seiner Behinderung umgeht. Sie ist einfach da, er will sie nicht überbewerten, aber auch nicht unterbewerten. Er zeigt seine Freude an der Arbeit und will einfach Bürgermeister sein. Grossartig!

3.Sequenz: Jedem Teilnehmer fällt auf, die ersten zwei bis drei Minuten werden in der „Blinden Kuh“ gedreht. (ein Restaurant in Zürich und Basel, in dem jeder Gast im Dunkeln bedient und verpflegt wird.) Zwei junge Frauen, Anicia Rérat und Julia König, beide blind, erzählen  von ihren verschiedenen Erfahrungen. So berichten sie über die Herausforderung eine geeignete Arbeitsstelle zu finden, über die Arbeit in der „Blinden Kuh“ und ihr Bemühen, als eigenständige Frauen im Leben zu stehen. Wirklich vielsagend, wie jede der beiden Frauen ihren eigenen, persönlichen Weg sucht, die eine eher introvertiert, die zweite eher extrovertiert.

4.Sequenz: Helen Frey ist eine ältere, sehbehinderte Frau und lebt in der Mühlehalde in Zürich. Lebhaft erzählt sie von ihrem Alltag in diesen Wohnheim für blinde und sehbehinderte Menschen. - Sie zeigt uns verschiedene Möglichkeiten, wie wir Sehenden uns besser mit blinden und sehbehinderten Menschen unterhalten und gegenseitig bereichern können. Wahrlich ein aktuelles Thema für uns alle, aber auch für die ältere Generation. So viele SeniorInnen leiden unter zunehmendem Sehverlust im Alter.

5. Sequenz: In Wien bewegen sich zwei junge, blinde Mädchen relativ unbeschwert durch die Strassen. In Begleitung sind sie von Daniel Kish, einem blinden Wissenschaftler, der sich mit der menschlichen Echoortung beschäftigt und Pionierarbeit leistet.  Die Methode ist in Österreich und Deutschland bereits bekannt.

Nach jeder Sequenz wurden Erfahrungen ausgetauscht und Fragen weiter vertieft.

Im zweiten Teil der Weiterbildung erfahren wir aus dem Leben von Ernst Koch, einem seh- und hörbehinderten Pensionär. Er berichtet von seinen Erfahrungen als seh- und hörbehinderter Mann und was er von einer Pfarrei erwarten würde. Er erzählt von einem Experiment, wie er sich alleine mit dem Blindenstock zu einer anderen Gruppe von Menschen gestellt hat. Als seh- und hörbehinderter Mensch sei man darauf angewiesen, dass andere Menschen auf einen zugehen.

Ebenfalls angesprochen werden die Anforderungen an  hindernisfreies Bauen. Stefan Arnold berichtet über die verschiedenen Neuigkeiten auf diesem Gebiet.

 

Vielen, vielen Dank all jenen, die diesen Nachmittag so interessant und lehrreich für uns gestaltet haben.

 

20. März 2015

M. Federer

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Informationstisch an der Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten.

Seelsorgerischer Beistand

 

 

Sie brauchen seelsorglichen Beistand und wünschen sich einen Gesprächspartner?

Falls Sie unter der Telefonnummer der Behindertenseelsorge niemanden erreichen können, finden Sie kurzfristig bei der Dargebotenen Hand unter der Telefonnummer 143 Hilfe und Beratung.

Link zur Webseite

«Gegen die Überwachung von Versicherten»

«Gegen die Überwachung von Versicherten»

Die Behindertenseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich unterstützt das «Referendum gegen die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten».

Nähere Informationen finden Sie unter

Inklusion Handicap oder Caritas Zürich.

 

Referendum online unterschreiben oder

Unterschriftenbogen herunterladen.

Welt Down Syndrom Tag vom 21. März 2018

Welt Down Syndrom Tag vom 21. März 2018

Ich bi parat - Du au?

Ein weltweiter Tag für Menschen mit Trisomie 21 - wozu?

Der Welt Down-Syndrom Tag findet seit 2006 jedes Jahr am 21. März statt. Für diesen speziellen Tag werden weltweit Veranstaltungen und Initiativen organisiert, mit dem Ziel das öffentliche Bewusstsein für die Trisomie 21 resp. das Down-Syndrom zu steigern. Das Datum (21.3.) nimmt Bezug auf das 21. Chromosom, das bei diesen Menschen 3fach vorhanden ist.

Die Ziele der verschiedenen Initiativen sind vielfältig, insbesondere

  • Zeigen, welche Fähigkeiten Menschen mit Trisomie 21 haben;
  • Aufklären über die Notwendigkeit und Herausforderungen der Inklusion;
  • Solidarität bekunden;
  • Forschung und Entwicklung in Medizin, Schulbildung und beruflicher Inklusion fördern;
  • Brücken bauen und Plattformen schaffen für Fachpersonen, Eltern und Betroffene.

Auch wir wollen einen kleinen Beitrag leisten und Euch auf folgendes Video aufmerksam machen:

50 Mums | 50 Kids | 1 Extra Chromosome


https://paper.li/inclusionsuisse/1421006551#/

 

Sie und Wir

Sie und Wir

Wer sind Sie? Wer sind wir?

Unser neu aufgelegter Flyer beantwortet die Fragen:

  • Wer sind wir?
  • Was ist uns wichtig? Welche Leitworte weisen uns den Weg?
  • Was bieten wir an?
    Wer sind Sie? Wie können Sie uns unterstützen?

 

Den Inhalt des Flyers finden Sie hier.

Gedruckt können Sie ihn bei info@behindertenseelsorge.ch bestellen.

Unser Programm für 2018

Unser Programm für 2018

Herzliche Einladung an alle!

Das Team der Behindertenseelsorge hat einen bunten Strauss an Veranstaltungen für das Jahr 2018 zusammengestellt. Wir laden ein, den vier Leitsternen

  • Spiritualität leben
  • Solidarität leben
  • Gemeinschaft leben
  • Veränderung leben

Glanz und Farbe zu verleihen. Die vier Leitsterne scheinen auch in der neuen Broschüre „Inklusion – Impulse für eine einladende Pfarrei“. Der Cartoonist Phil Hubbe hat jedem Stern eine witzige Karikatur zur Seite gestellt.

Die Broschüre kann ab Ende März 2018 direkt bei uns bestellt werden:

Kontakt:

 

Hier sehen Sie das Jahresprogramm als PDF

Nicht nur an einem Tag im Jahr

Nicht nur an einem Tag im Jahr

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Aktionstag.

Er soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten. Er soll den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern.

Link zum Blogbeitrag:

 

Wie komme ich in die Kirche?

Wie komme ich in die Kirche?

Beitrag Tele Züri über Barrierrefreitheit am Kloster Einsiedeln.

Werner Ruch ist Mitglied der Interessengemeinschaft hindernisfreier Klosterplatz Einsiedeln. Er setzt sich für einen hindernisfreien Zugang zur Klosterkirche ein. Tele Züri hat ihn auf dem Weg zur Kirche begleitet. Hier finden Sie den Beitrag ab Minute 2:54.

 

Wichtige Ergänzung zum Beitrag: Der obere Teil des Klosterplatzes (bis zum Brunnen) gehört dem Kloster, der untere Teil dem Bezirk Einsiedeln. Kloster und Bezirk sind sich der Barrieren bewusst, welche Menschen mit Behinderungen auf dem Klosterplatz heute zu überwinden haben. Vor längerem hat das Kloster bereits mit der Sanierung angefangen und investiert 8 Mio Franken. Mit dem Abteihof wurde ein Zeichen gesetzt, wie auch der Platz aussehen wird. Mit dem Projekt Klosterplatz  kann man sich ein Stück Klosterplatz erstehen und die Sanierung unterstützen. Auch der Bezirk ist aktiv und investiert für das Sanierungsprojekt insgesamt 1,75 Mio Franken. Bis 2020 sollte also weitgehend für Barrierefreiheit gesorgt sein.

Früher kam ich im Rollstuhl nicht in die Kirche rein

Früher kam ich im Rollstuhl nicht in die Kirche rein

Peter Fischer ist Inklusionsbeauftragter. Inklusion – ein sperriges Wort. Die Behindertenseelsorge übersetzt Inklusion mit Zugehörigkeit (link hier). Peter Fischer kümmert sich ehrenamtlich in seiner Pfarrei, St. Felix und Regula im Zürcher Quartier Hard, darum, dass Anliegen behinderter Menschen wahrgenommen

Firmlinge bei uns zu Besuch

Firmlinge bei uns zu Besuch

Die Behindertenseelsorge führt regelmässig Firmmeetings durch. Mit dabei sind immer Menschen mit Behinderung (MmB). Unter Verwendung diverser Hilfsmittel für MmB werden Übungen und Spiele mit den Firmlingen veranstaltet.

MmB erzählen aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz, diskutieren mit den Jugendlichen, z.B. in Gebärdensprache mit einem Dolmetscher und möchten sie so sensibilisieren, im Alltag mehr auf MmB zuzugehen und sich für sie zu interessieren. Meistens resultiert aus diesen Treffen gegenseitiges Staunen, Lernen und viel Respekt!

 

Bei diesem Besuch brachte Regula Eiberle, gehörlos (Projektmitarbeiterin) und Rolf Ruf, gehörlos, den jungen Menschen die Gebärdensprache näher.

Für alle Beteiligten war dies ein eindrücklicher und toller Nachmittag!


Diese Firmlinge der Christkath. Gemeinde haben sich in ihrem Firmgottesdienst mit Gebärdensprache vorgestellt.

Wir wünschen allen jungen Menschen den Schutz und den Segen des heiligen Geistes auf ihrem weiteren Lebensweg!


Finger weg von meinem Erbgut

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