Weiterbildung vom 18. September 2015

Die Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten und Interessierten in diesem Herbst stand ganz unter dem Motto "Inklusion"
Weiterbildung vom 18. September 2015

Weiterbildung der Inklusionsbeauftragen vom 18. September 2015

Weiterbildung – Inklusion und Inklusionsbeauftragte –

Wieso? Weshalb? Warum?

Im September 2015 trafen sich Inklusionsbeauftragte und Interessierte zur Weiterbildung, die zweimal jährlich von der Behindertenseelsorge organisiert wird.

Zum Einstieg formulierten einige TeilnehmerInnen ihre Gedanken zur Inklusion:

 “Zusammenleben von allen Menschen“ oder

„Wertschätzung jedes Menschen“ oder

„Inklusion bringt Freude und verbindet“ oder

„Inklusion braucht Zeit, um zu wachsen“...

Herr Pfarrer Staubli, aus Winterthur berichtet von der Krankenwallfahrt nach Lourdes, und wie man sich nach kurzer Zeit in einer Gemeinschaft von Kranken, Pflegenden und andern Pilgern wohl fühlt, sich gemeinsam bewegt und feiert, und nicht mehr unterscheidet, ob krank oder gesund.

André Paul Stöberer, als Hauptreferent von der Evangelischen Landeskirche in Baden spricht über kreative, freude- und lustmachende Ideen und Ansätze zur Inklusion. In Deutschland leben 18,1 Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung.

In seiner Arbeit bezieht er sich auch auf die UNO-Behindertenrechtskonvention, mit dem Ziel die Chancengleichheit für behinderte Menschen in unserer Gesellschaft zu fördern.

Für alle Menschen mit Behinderung gilt darum:

  • Sie dürfen nicht schlechter behandelt werden.
  • Sie sollen, wenn immer möglich selber über ihr Leben bestimmen.
  • Sie sollen die nötige Unterstützung und Hilfe bekommen, die sie brauchen..
  • Behinderte Menschen sind wichtig.
  • Sie sollen ernst genommen werden.
  • Sie sollen überall auftreten können.
 

Mögliche Handlungsfelder für Inklusion:

Gute Strukturen – Bewusstseinsbildung – Angebote, Beratung – Kooperation, Koordination - Qualifizierung Fortbildung – Zugänglichkeit, Barrierefreiheit.

Der Referent spricht viele Aspekte an und es wird uns bewusst, dass es noch viel zu tun gibt, egal ob in Deutschland oder in der Schweiz.

Sonja Helmer-Walllimann, als zuständige Mitarbeiterin für die Inklusions-Beauftragten, verrät uns bereits, dass die nächste Weiterbildung „Begegnung ermöglichen“ am 11. März 2016 weiter am Thema dran bleibt.

Stefan Arnold, berichtet als Stellenleiter über verschiedene Projekte und Aspekte der Inklusion in Pfarreien im Kanton Zürich:

  • Blinde und gehörlose Menschen, Rollstuhlfahrer sensibilisieren in den Pfarreien und ermöglichen Begegnung.
  • Regelmässig übers Jahr (etwa 7 Mal) werden „Mitenand-Gottesdienste“ in verschiedenen Gemeinden im Kanton Zürich gefeiert. Menschen mit und ohne Behinderung wirken im Gottesdienst mit.
  • Viele Pfarreien bemühen sich, barrierefreie Zugänge zu schaffen.
  • JaSL ist eine Gruppe von Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Die Gruppe führt regelmässig Forums-Fachmittage durch. Dort ist Inklusion ein Hauptthema, diskutiert werden auch die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

 

Informationstisch an der Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten.

Informationstisch an der Weiterbildung für die Inklusionsbeauftragten.

 

 

„Beauftrage für Behindertenfragen“ heissen neu „Inklusionsbeauftragte“

 Als Inklusions-Beauftragte werden wir zukünftig angeschrieben. Der Begriff Inklusion schliesst viel mehr ein, als nur Behinderung. Wir denken da  z. B. an Ausländer, an Flüchtlinge usw. Auch da ist wichtig mit Projekten und neuen Ideen zu versuchen sie bei uns einzubinden, Inklusion. Das Wort „Behinderung“ steht nicht mehr im Vordergrund.  

Ich finde diese Namensänderung echt gut.

Bei einem leckeren Apéro tauschen wir alle noch letzte Gedanken aus. Wir haben wieder einmal eine spannende Weiterbildung erlebt. Vielen Dank dem Gastgeber.

20.09.2015 M. Federer

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