Impressionen auf dem Vierwaldstättersee

Eine kleine Gruppe bestieg die „Europa“ in Luzern mit Ziel: Flüelen. Möven begleiteten uns, liessen sich jedoch ohne Futter kaum auf Kamera oder Handy einfangen. Es ist Ferienzeit, dh. wir fanden unsern Platz unter vielen herumspringenden Kindern, Eltern und internationalen Touristen, verschiedensten Menschen, 4-5 Rollstuhlfahrer, einen blinden Mann, fast ein Bild der Inklusion zusammen mit uns, die wie wir die Seele auf ruhiger See baumeln liessen.

Im kleinen Kreis werden Gespräche aus unserem Leben intensiver, auch der Austausch über unsere Ja-SL Gruppe. Viel Gutes fliesst da ein.

In all dem Trubel war ein Tisch frei geblieben, für uns reserviert und wir nahmen königlich Platz. Obwohl jeder sein Menu bestellte, alle wurden gleichzeitig bedient und nach erfreulich kurzer Wartezeit, denn einige hatten knurrende Mägen….

In Flüelen war Glacé essen angesagt. Im Schützenhaus fanden wir eine grosse Auswahl an Coupes und wurden äusserst freundlich bedient. Es war heiss und die hohen Kumuluswolken nahmen dunkle Farben an, die See vorher eher Türkis in der Farbe wurde ganz dunkelgrün.

Plötzlich entdeckte Regula im Haus gegenüber Katzen auf jedem Stock und auf dem Balkon. ich erkannte mit meinen Augen nur einen orangen Fleck. Der blieb jedoch unbeweglich am selben Ort. Ich erkundigte mich nach der Art der Katzen, lebendige oder künstlerische Produkte? Sie seien „durchgewalzt“ und zweidimensonal. Eigenartige Katzen! Das liess mich nicht mehr los.  Wir mussten lachen. So ging ich sehr nahe heran und erkannte: viele liebevoll auf Karton gemalte Katzen mit Weichmacherblick wie lebendige Katzen. Es war ein Altersheim – für Menschen. Wir schauten von aussen rein: da kam ein Heiminsasse langsam auf uns zu hinter der Glasscheibe: er hat sogar Rolf geglichen! Perfekte Pantomime, Rolf, Du hast uns erwischt! Drei Katzen haben wir kaufen können. Flüelen ist nur schon deswegen eine Reise wert!

Weniger Glück hatten wir mit dem Kirchenbesuch: geschlossen wegen Gefahr von Vandalismus. Diese Gefahr ist also bereits bis in die Innerschweiz gedrungen. Es macht nachdenklich angesichts der ISIS und der Weltlage.

Zu guter Letzt flanierten wir an den Gestaden des Urnersees bis kurz vor vier Uhr um dann die Reise über Arth-Goldau oder Luzern nach Zürich anzutreten, müde aber glücklich über die guten Begegnungen und Gespräche. Ein herzliches Dankeschön geht an den Förderkreis, der uns dabei finanziell grosszügig unterstützt hat.

Elisabeth Gimpert