Portrait
Gedanken von Elisabeth Gimpert, hörsehbehindert. Ehemalige Mitarbeiterin der Behindertenseelsorge
Behindert oder nicht behindert? Begabt oder nicht begabt? Fremd oder bekannt? Wir Menschen ordnen einander sehr schnell ein, oft unbewusst, je nach Erleben, nach Welt- und Menschenbild und eigener Prägung. Zunächst befremdet oder stört mich die Beeinträchtigung des Andern. Unbekanntes kann beängstigend wirken. Die, vielleicht noch schlummernden, unbekannten Fähigkeiten im Andern liegen nicht offen da. In der Chance einer Begegnung kann ich sie entdecken. Im "Fremden" zuerst den Menschen sehen! Von Gott gewollt und geliebt, mit seiner eigenen AufGABE!
Behinderung steht nicht im Vordergrund. Wir begegnen uns auf gleicher Augenhöhe. Ich freue mich am Möglichen und sehe das Potential im Gegenüber. Ermächtigung geschieht mit der Tat, meiner Tat.