Neues entsteht

Unser Jahresbericht 2019. Wir schauen zurück. Wir entdecken, was neu entstanden ist.
Neues entsteht

Eine Gruppe von Menschen pilgert am Fluss.

Zum ersten Mal führte Anna Wörsdörfer, Seelsorgerin der Behindertenseelsorge, zusammen mit der Pfarrei Liebfrauen einen inklusiven Pilgertag durch. Zusammen mit einer Person aus der Pfarrei gestaltete sie eine Pilgerstrecke, an der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf dem Weg sein konnten. 34 Pilgerinnen und Pilger waren bei Sonnenschein und einem intensiven Platzregen unterwegs. Rückblickend auf den Tag schreibt Anna Wörsdörfer: «Dank der Assistenzen, Unterstützerinnen und Unterstützern sind alle um eine gute Erfahrung reicher nach Hause gegangen und ich hoffe, dass sich auch Berührungsängste auflösen konnten.» 

Jahresbericht 2019

An Allerseelen nahmen fast 40 Personen in der Abtei St. Otmarsberg in Uznach am Mitenand-Tag teil. Unter ihnen 26 Frauen und Männer mit unterschiedlichen Behinderungen. Lichtgestalten des Glaubens begleiteten sie thematisch. Eine Gruppe mit unterschiedlichen Behinderungen fordert die Verantwortlichen, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder heraus. Gleichzeitig entstehen neue Kontakte und das Meistern der Herausforderungen bereichert letztlich.

Swiss Handicap

Ein besonderes Highlight im Jahr 2019 war unsere Mitwirkung an der Swiss Handicap in Luzern. Gemeinsam mit der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt und der Fachstelle Pastoral bei Menschen mit Behinderung (Kanton Aargau) präsentierten wir an der grössten nationalen Messe für Menschen mit und ohne Behinderung unsere Arbeit. Die Nachfrage war überwältigend: Rund 380 Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene besuchten uns während zwei Ausstellungstagen, drehten das Glücksrad und kamen ins Gespräch. Im Vergleich zur letzten Messe 2017 verdoppelte sich die Anzahl der Standbesucherinnen und -besucher nahezu.

Themenwochenende

Im Dezember führen wir seit vielen Jahren ein Themen-Wochenende für Menschen mit Lernschwierigkeiten und körperlichen Behinderungen durch. Das letzte war in seiner Art neu. Ein junger Vater kam als freiwillige Assistenz mit. In der Regel kommen die Assistenzen alleine. Er aber brachte seine Familie mit zwei kleinen Kindern mit. Sie berührten so manches Herz. Menschen mit und ohne Behinderung begegneten einander in wunderbarer, auch ungewohnter Weise. Das ist gelebte Inklusion über die Grenzen von Generationen hinweg.

Im Rahmen der Pfarreiarbeit konnten wir in der Pfarrei Heilig Geist in Zürich-Höngg schöne Schritte miterleben. Was mit der Vorbereitung und Gestaltung eines Mitenand-Gottesdienstes mit der Institution Frankental begonnen hat, trägt jetzt langsam weitere Früchte. Ingrid Dettling, Mitarbeiterin der Pfarreiarbeit, besuchte die Institution bisher einmal monatlich für eine Andacht. Zunächst aus Interesse und zum Hospitieren begleitete sie der Pastoralassistent aus der Pfarrei. Dann entwickelten sich daraus Andachten, die abwechslungsweise gestaltet werden. Die Institution Frankental formulierte den Wunsch, in einem «normalen» Gottesdienst mitfeiern zu können. Pfarreimitglieder, die sich zunächst vielleicht etwas unsicher fühlten, entdeckten, welche Bereicherung die Begegnungen mit den Frauen und Männern aus Frankental darstellen.
Im Rahmen unserer Pfarreiarbeit konnten wir mit 14 Sensibilisierungen und vier Projekten mit Pfarreien rund 350 Kinder und Jugendliche neu erreichen.

In der Seelsorge bei gehörlosen Menschen arbeiten wir als Behindertenseelsorge mit der reformierten Kirche inhaltlich noch intensiver ökumenisch zusammen. Neue Richtlinien stecken den Rahmen der Zusammenarbeit ab. Erstmals haben wir ein gemeinsames Jahrbuch «Brücken» herausgegeben. Von vielen Bildern begleitet, erzählen wir von besonderen Anlässen.

Olivia Joos hat auf den 1. Dezember eine neue Aufgabe in der Kirchgemeinde Uster gefunden. Sieben Jahre lang arbeitete sie als Sekretärin bei uns in der Behindertenseelsorge. Über die Jahre hat sie sich laufend weitergebildet. Nun kann sie ihr Wissen an der neuen Stelle gezielt einsetzen. Wir danken ihr herzlich für ihr Wirken auf der Behindertenseelsorge und wünschen ihr viel Glück in der neuen Aufgabe.
Am 1. Februar beginnt Silja Horber als neue Rechnungsführerin. Sie übernimmt Aufgaben in Administration und Organisation. Silja Horber heissen wir herzlich willkommen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr als neue Kollegin.

Im Behindertenzentrum Wald WABE gestaltet Brigitte Schenkel als neue Mitarbeiterin der Behindertenseelsorge einmal pro Monat einen Gottesdienst.

Im Wohnheim Ottenweg in Zürich gestaltet neu Bea Wick die Andachten oder Abendimpulse. Beiden wünschen wir besinnliche und erfüllende Momente.

Und zum Abschluss ein kurzer Jahresrückblick in Zahlen: Die Behindertenseelsorge feierte 62 Gottesdienste, davon 40 in Institutionen für Menschen mit Behinderung. Sie führte 24 Veranstaltungen und drei Weiterbildungen durch und konnte sieben neue freiwillige Assistenzen begrüssen.
Neues ist im vergangenen Jahr entstanden. Wir tragen ihm sorge, damit es wachsen und sich weiterentwickeln kann.

Stefan Arnold, Dienststellenleiter, und Sonja Helmer-Wallimann, Leitung Pfarreiarbeit

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