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«Schauen Sie mich an!» Präsenz an der Swiss Handicap

«Schauen Sie mich an!» Präsenz an der Swiss Handicap

Als Mitarbeiterin der Behindertenseelsorge war Regula Eiberle an der Swiss Handiap (Messe für Menschen mit und ohne Behinderung) am Stand der Behindertenseelsorge in direktem Kontakt mit Besuchern. Wie hat sie das erlebt?

Gut 10'00 Eintritte verzeichnete die vierte Messe für Menschen mit und ohne Behinderung Swiss Handicap in Luzern. «Pfadi trotz allem» oder der Cybathlon der ETH Zürich waren ebenso vertreten wie die Behindertenseelsorge Zürich. An ihrem Stand konnten die Besucher ein Kirchenfenster gestalten.

Besucher am Stand der Behindertenseelsorge an der Swiss Handicap gestalteten mit Mosaiksteinen ein Kirchenfenster.

Blickkontakt als Einladung

Regula Eiberle ist Mitarbeiterin für die Pfarreiarbeit und selber gehörlos. Sie hatte am Messestand viele Kontakte. «Wenn eine Person sich mir zugewand hat, bin ich auf sie zugegangen und habe Blickkontakt aufgenommen» berichtet sie. Mit der Frage «Möchten Sie etwas basteln? Möchten Sie sich mit einem Mosaikstein verewigen?» hat sie mit dem Besucher Kontakt aufgenommen und oftmals begann das Gespräch mit einem herzlichen Lachen.

Mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten werden angeregte Gespräche geführt.

Gebärdendolmetscherin macht Gehörlosigkeit sichtbar. 

Regula Eiberles Gehörlosigkeit ist unsichtbar. «Bei einem längeren Gespräch oder bei Fragen habe ich darauf hingewiesen, dass ich gehörlos bin, dass ich nichts höre.» Für diese Situationen stand jedoch eine Gebärdendolmetscherin bereit. «In diesem Moment», so Eiberle, «haben die Leute realisiert, dass eine unsichtbare Behinderung sichtbar wird.»

 

Am Ende der Ausstellung ist auch das Kirchenfenster vollendet.

«Schauen Sie bitte mich an!»

Die Präsenz am Stand hat Regula Eiberle sehr gut gefallen, sie war gespannt, wie die Leute in diesem Moment auf sie reagieren werden. In der Kommunikation mit gehörlosen Frauen und Männern fühlt sie sich nicht behindert: «Wir kennen uns. Wir kommunizieren in unserer Sprache.» Etwas Spezielles ist Eiberle aufgefallen: «Wenn die Dolmetscherin anwesend war, haben sich die Leute ihr zugewandt und haben mit ihr gesprochen statt mit mir. In diesen Situationen habe ich freundlich gesagt: Schauen Sie bitte mich an. Wir probieren miteinander zu kommunizieren.» Hilfreich war jedoch der Blick zur Dolmentscherin zwischendurch, um zu überprüfen, ob sie alles richtig verstanden habe.

Am einfachsten und natürlichsten war der Kontakt mit den Kindern. Als Regula Eiberle einer Mutter und ihrem Sohn eine Kerze gab, dankte dieser mit der Gebärde für Danke.

Das Video zeigt eine Begegnung am Stand und ein kurzes Gespräch in Gebärdensprache. Erkennen Sie, was gesprochen wird? (Auflösung: Text unter dem Video)

  • Besucherin (Mitte): Mittagstisch wann? 10. Dez.?
  • Regula Eiberle (links): am 6.Dez.
  • Besucherin (Mitte):Ich kann leider nicht kommen.
  • Dolmentscherin (rechts): Übersetzt den gleichen Inhalt jeweils 2 Sek. später.
  • Besucherin (Mitte): Bitte sage allen vom Mittagstisch liebe Grüsse von mir und Karin.
  • Reugla Eiberle (links): Klar von euch beiden.
  • Besucherin und Regula Eiberle: Tschüss!

 

 

 

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